Christoph Haberer

Christoph Haberer gehört seit Jahren zu den beständigsten und kreativsten Musikern der deutschen Jazz-Szenerie. Ob in einer Band oder solo, immer bietet Haberer Musik, die komplex ist, aber durchweg inspiriert.

Erste Begegnung mit Elektrodrums anfangs der 80er
Der 57-jährige spielte zusammen mit namhaften Jazzmusikern wie Lee Konitz, Benny Bailey oder James Newton. In vielen Projekten arbeitete er mit Perkussionisten verschiedenster Herkunft wie Dou Dou N’daye Rose, Trilok Gurtu, Carlo Rizzo und Robin Schulkowsky. Mit seiner Formation „Drümmele Maa“ und nach der ersten Begegnung mit elektronischem Equipment Anfang der 80er-Jahre legte er den Grundstein für das eigene kompositorische Schaffen.
Zahlreiche Konzertreisen im Auftrag des Goethe-Instituts führten ihn nach Afrika, Indien, Südeuropa, Nordamerika und Skandinavien. Daneben entstanden einige grenzüberschreitende Initiativen, wie das Perkussionsprojekt „An den Rändern Europas“ in Weimar oder als „Maitre de Tambours“ mit „Transe Express“ auf der EXPO 2000 in Hannover.

Bewusste Gegenüberstellung von Akustik und Elektronik
Auf der Suche nach neuen Klangfarben stößt Haberer, brillanter Schlagzeuger und Tüftler, in melodisch-rhythmische Bereiche vor, in denen die Grenzen zwischen Jazz, Ethno und neuer elektronischer Musik vollends aufgehoben sind.
Auf seiner neuesten Solo-CD „Trommelzeit“ sind sämtliche Stücke live entstanden, dabei hat Haberer alle Akustik- und Elektrosounds manuell und gleichzeitig bedient. Im Gegensatz zum vorhergehenden, überwiegend am Computer entwickelten Elektronik-Album „and what about…time?“ gibt Haberer hier auf seinem siebten Album dem Spielerischen wieder mehr Raum. Der Grundgedanke des neuen Soloprojektes ist die bewusste Gegenüberstellung von getrommelten akustischen und elektronischen Klangbildern. Die Palette der dabei eingesetzten Instrumente ist groß und reicht von diversen Elektronika über ein elektro-akustisches Drumset bis hin zu Balafon, Gongs, Klangschalen und als Trommeln benutzte Weißblechdosen.

14.11., 18:40-19:20; Große Bühne, Deutschland-Promenade

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