Jodler- und Schuhplattlergruppe Kraft und Schneid

Nicht nur Kraft und Schneid braucht der „Bursch“ (junge Mann), der beim Schuhplattln um die Gunst seines „Deandls“ (Mädchens) wirbt. Es verlangt unter anderem auch viel Musikalität, Geschmeidigkeit und Ausdauer.

Der Schuhplattler in seiner ursprünglichen Form wird seit jeher als der bayerische Werbetanz zwischen den Geschlechtern beschrieben und ist längst weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Ziach und Hörndl
In feiner Vollendung zeigen sechs Tanzpaare aus der Gaugruppe des oberbayerischen Isargaues verschiedene Plattler, Volks- und Figurentänze. Begleitet von Ziach und Hörndl (Akkordeon + Tenorhorn) stimmt auch die Musik, so wie sie in München bewahrt und auch weiterentwickelt worden ist.

125 Jahre alte Tradition
Die unterschiedlichen Gebirgstrachten der jungen Männer und Frauen präsentieren einen Ausschnitt aus der Vielfalt, wie sie in Bayern und im Isargau heimisch und gebräuchlich ist. Angeregt und gefördert vom bayerischen Königshaus, gründeten die Bayern vor 125 Jahren die ersten Trachtenvereine. Heute sorgen in 1.000 Vereinen rund 300.000 bayerische Trachtler dafür, dass die Tradition lebendig bleibt.

Von Alm zu Alm – der Jodler als Kommunikationsmittel
Um sich im Gebirge auch über Täler und große Entfernungen zu verständigen, hatten auch die Bewohner der bayerischen Alpen schon früh melodische Rufe entwickelt: den Jodler. Mit dem Jodler kann man sich ohne weitere Hilfsmittel schon von weitem ankündigen und antworten oder auch Signale übermitteln. Und nicht nur in den Alpen wird von Alm zu Alm mit Almschrei oder Juchzer kommuniziert oder auch das Vieh mit einem Jodler (Viehruf) angelockt. Zwei „Buam“ aus der Jodler-Gruppe Rettenberg im Allgäu geben einen Einblick in diese hohe Gesangskunst mit dem typischen Wechsel zwischen Kopf- und Bruststimme.

gemeinsam mit dem Hohner-Akkordeon Ensemble
9.11., 18:30 – 19:15; Große Bühne, Deutschland-Promenade

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