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Der 35. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China war ein besonders guter Anlass für die Eröffnung der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“.
Bundeskanzlerin Angela Merkel war der Einladung des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao zu ihrem zweiten China-Besuch seit ihrem Amtsantritt gefolgt und gab gemeinsam mit den chinesischen Partnern den Startschuss für diese bedeutendste Veranstaltungsreihe Deutschlands im Ausland. Den Auftakt bildete am 27. August 2007 ein Konzert des young.euro.classic-Orchesters in der Pekinger Zhongshan-Konzerthalle mit einem erstklassigen Ensemble talentierter chinesischer und deutscher Musiker des Konservatoriums Shanghai und der Jungen Deutschen Philharmonie. Vor ausverkauftem Haus gab der international renommierte Dirigent Tang Muhai den Takt vor. Zusammen mit der weltbekannten Star-Sopranistin Ying Huang hatte das Orchester einen großartigen Auftritt, dem nicht nur die Ehrengäste begeistert applaudierten!
Am nächsten Tag reiste Bundeskanzlerin Merkel nach Nanjing weiter und eröffnete die erste Station der Veranstaltungsreihe. Zu diesem Anlass wurde das Ballett „Romeo und Julia“ aufgeführt. In dieser Nachinszenierung von John Crankos Stuttgarter „Romeo und Julia“-Choreografi e wurde Romeo von einem Mitglied des Stuttgarter Balletts und Julia von einem Mitglied des chinesischen Nationalballetts gespielt – eine umgekehrte Besetzung wäre – für den Romeo – „schwerer“ gewesen! Der Ballettabend schuf einen ganz eigenen Raum für die kreative Begegnung beider Kulturen. Die Bundeskanzlerin würdigte die Aufführung, die das Motto „Gemeinsam in Bewegung“ einmal mehr mit Leben füllte. Auch der Veranstaltungsort Nanjing sei gut gewählt und eng verbunden mit langjährigen kulturellen deutsch-chinesischen Beziehungen: „Ich könnte mir keinen besseren Ort als Nanjing vorstellen“.
Die Eröffnung der ersten Deutschland-Promenade der Veranstaltungsreihe fand dann am 19. Oktober 2007 durch den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Nanjing, Jin Daoqiang, und den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in China, Dr. Michael Schaefer, statt. Auf der Bühne, zwischen der Nanjing-Bibliothek, den Pavillons auf dem Daxinggong-Platz und den beiden 130 Meter hohen Changfa-Türmen zerschnitten der Vize-Bürgermeister und der Botschafter gemeinsam mit dem Repräsentanten des Asien-Pazifi k-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA) und Mitglied des Vorstands der BASF AG, Dr. Martin Brudermüller, das rote Band.
Die Deutschland-Promenade in Nanjing bestand aus dem Zentralpavillon mit der Multimedia-Ausstellung „Stadtvisionen“, dem von dem in Peking und Berlin lebenden Künstler Li Jiwei gestalteten Kulturpavillon, einem Pavillon des Bundeslands Baden-Württemberg und 13 Pavillons deutscher Wirtschaftsunternehmen. Über 5.000 Besucher wurden bereits in den ersten sechs Stunden nach der Eröffnung registriert, über 200.000 bis zum Ende. Allein beim Abschlusskonzert rockten 20.000 meist junge Menschen zum Rhythmus der Berliner Band MIA. 
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