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Deutschland und China entdecken das Rad
Datum: 9.Mrz. 2009    
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Schlagworte: China    Deutschland    Autos    Fahrrad    Stau    Emission    Abgase    Wolfgang Tiefensee    Verkehrsminister    
 
Auch wenn auf Chinas Straßen das Fahrrad nach wie vor Transportmittel Nummer Eins ist, die rapide steigende Zahl privater Kraftwagen machen Abgase und Staus zu einem der Hauptprobleme vieler chinesischer Großstädte. Aus Deutschland kennt man das schon. Gibt es vielleicht gemeinsame Strategien zur Vermeidung von Staus und Emissionen?

In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau vom 17. September 2008 fordert Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee die Verlagerung kurzer innerstädtischer Fahrten vom Auto auf das Fahrrad. Tiefensees Angaben zufolge würden 90 Prozent aller innerstädtischen Fahrten kürzer als sechs Kilometer sein. Würde davon innerhalb der nächsten zehn Jahre ein Drittel auf das Fahrrad verlagert, so der Minister weiter, ließen sich 7,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden. Weiter verwies Wolfgang Tiefensee, seit 1999 Ehrenprofessor der Nanjing University of Technology (NUT), auf das Engagement von Bund, Ländern und Gemeinden beim Ausbau von Fahrradwegen.

Auch in China ist die Diskussion bereits voll im Gange, ob man auf das Auto für kurze Fahrten in die Stadt verzichten solle. Auf den Monitoren in Beijings U-Bahnlinien fordern staatlich gesponserte Werbespots dazu auf, den Autoschlüssel vermehrt zu Hause zu lassen. Fakten untermauern die Notwendigkeit zum Umdenken. Im chinesischen Berufsverkehr fahren Autos durchschnittlich acht bis zwölf Kilometer pro Stunde, während man mit dem Rad 15 Kilometer pro Stunde zurücklegen kann.
 
 
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